Bei offenem Turnier neue Räume vorgestellt
Schachclub wirbt um Interessenten für das königliche Spiel
Mit einem „offenen Jugend-Schachturnier“ startete der Schachclub Hämelerwald eine Werbekamgagne, um Nachwuchsspieler heranzuziehen. Die Jugendlichen spielten in zwei Gruppen und erhielten Teilnehmerurkunden. Die jeweils Bestplacierten wurden mit Urkunden und Taschenbüchern ausgezeichnet.
Zu dem Turnier für jedermann hatte der Schachclub Hämelerwald alle interessierten Kinder und Jugendlichen eingeladen. Gleichzeitig wurden die neuen Räume des Clubs im Begegnungszentrum vorgestellt. Paul Janßen, der seit fünf Jahren die Jugendarbeit im Verein leitet, will diese Sparte nun intensiv ausbauen. Bisher war eine gezielte Werbeaktion unmöglich, da die Voraussetzungen für ein gutes Schachtraining in den vorhandenen Räumlichkeiten nicht gegeben war. Die nötige, Ruhe war nicht gewährleistet.
Jetzt steht den Schachspielern ein separater Trakt im Keller des Begegnungszentrums zur Verfügung. In mühevoller Eigenleistung entstand ein schönes Clubheim. Der große Aufenthaltsraum wurde selbst möbliert, mit Teppichboden, Holzverkleidung und Lampen wohnlich hergerichtet. Das kleinere angrenzende Zimmer beherbergt außer einer gemütlichen Sitzecke, eine kleine Küchenzeile mit Spüle, Kühlschrank und Boiler Auch Platz für die Garderobe und ein Toilettenraum wurden geschaffen. Der Hauptraum bietet Platz genug, daß 14 Partien gleichzeitig laufen können. Mehr als 300 Arbeitsstunden leisteten die Mitglieder. Davon arbeitete der 21 jährige Karl-Heinz Dins allein etwa 120 Stunden.
Dem Schachclub gehören gut 100 Mitglieder und 20 Jugendliche an. Die Nachwuchsspieler sind bis zum 16. Lebensjahr in der Schüler- und bis zum 18. Lebensjahr in der Jugendklasse erfaßt. Allerdings sind diese Grenzen, je nach den Leistungen der Spieler, flexibel. Die jüngsten Akteure sind neun Jahre alt.
Die größte Spielstärke liegt bei den 18- bis 20jährigen, die früh anfingen zu spielen und konstant dabei blieben. Ihnen gelang es, zur Spitze des Clubs aufzusteigen.
Das Schachspielen wird oft, gerade bei den Jugendlichen, als Ausgleich zum aktiven Sport wie zum Fußball, betrieben. So hofft Paul Janßen auch, daß sich zum Winter noch mehr Jungen und Mädchen zu den Übungsabenden einfinden werden. An jedem Freitag in der Zelt von 17:30 bis 19:30 Uhr treffen sich die Nachwuchsspieler. Jeder, der Interesse an dem königlichen Brettspiel hat, ist dann gern gesehen.
Aber auch Erwachsene können jederzeit zum Schachspielen kommen. Auch die Geselligkeit kommt nicht zu kurz. Wer nicht an den festen Punktspielen teilnehmen will, kann sich im freien Spiel oder im Blitzturnier versuchen. Selbst mit Skatkarten wird das Spielbrett ab und zu vertauscht. Selbstverständlich sind auch Gäste jederzeit willkommen.
Wenn auch das offene Jugend-Schachturnier noch nicht die gewünschte Resonanz brachte, hofft Paul Janßen doch, wieder eine größere Jugendgruppe aufbauen zu können. Immerhin war diese Werbung, wenn auch nur vier vereinsfremde Jugendliche kamen, ein erster Schritt für einen neuen Anfang.
