PAZ – März 1977

Nach Kampfabstimmung: Beiträge nicht erhöht

Vorsitzender Klinke wiedergewählt
Mitglieder geehrt
Mit der einstimmigen Wiederwahl honorierten die Mitglieder des Schachclubs Hämelerwald bei der Jahreshauptversammlung im Begegnungszentrum das Engagement ihres Vorsitzenden Fritz Klinke. Unter seiner Leitung wurden Vorhaben in Angriff genommen und realisiert, die die Voraussetzung für eine Belebung des Spielbetriebes schufen. Die Einrichtung und Ausgestaltung eines eigenen Klubraumes im Begegnungszentrum der evangelischen Kirchengemeinde zählt zweifellos zu den wichtigsten Ereignissen des letzten Jahres.
Trotz erheblicher Mehrkosten, das Haushaltsvolumen erreichte 1976 nahezu 15 000 Mark, wurde in einer Kampfabstimmung eine beantragte Beitragserhöhung mit knapper Mehrheit abgelehnt. Neue Mitglieder müssen allerdings eine einmalige Aufnahmegebühr in Höhe von zehn Mark zahlen. Einig waren sich alle Anwesenden darüber, daß eine Erhöhung im nächsten Jahr unumgänglich sei.

Daß sich eine Intensivierung der Jugendarbeit stets auszahlt, zeigen die ersten Erfolge der Schüler und Jugendlichen bei verschiedenen Turnieren im Stadtbereich Lehrte. So soll auch im neuen Jahr die Nachwuchsförderung schwerpunktmäßig betrieben werden. Dafür wollen Paul Janßen und Erwin Mattke gemeinsam sorgen. Gegenwärtig zählt der Schachclub Hämelerwald 98 Mitglieder, darunter 18 Schüler und Jugendliche.

Mit Stolz konnte Spielwart Wilfried Finger auf die Erfolge der ersten Mannschaft verweisen. Nach dem Aufstieg in die Bezirksklasse soll der Aufstieg in die nächsthöhere Spielklasse angesteuert werden. Erst durch eine 5,5:2,5 Niederlage gegen die dritte Mannschaft des Braunschweiger Schachclubs mußte die Tabellenführung abgegeben werden. Mit je 6:6 Punkten belegen die zweite und dritte Mannschaft die Plätze vier und fünf der Kreisklasse West.

Für seinen Sieg in der Blitzeinzelmeisterschaft des Schachclubs wurde Klaus Holzberger mit dem von Martha Behrens gestifteten Wanderpreis ausgezeichnet. Waldemar Gudwitz, Sieger der Finalrunde B, und Gerhard Pankau, Sieger der Finalrunde C, konnten aus der Hand des Vorsitzenden wertvolle Pokale in Empfang nehmen, die von Friedhelm Kreye und Fritz Klinke gestiftet wurden. Als Gesamtsieger der beiden Hauptturniere erhielt Lutz Sandmann ebenfalls einen Wanderpokal, während Gerhard Pankau für seinen dritten Platz mit der Bronzemedaille ausgezeichnet wurde.

Die Einrichtung eines eigenen Klubraumes war mit erheblichen Kosten verbunden. Das erfuhren die Mitglieder aus dem Kassenbericht von Alfred Sandmann. Neben zahlreichen Spenden und einer angemessenen Eigenleistung mußte dennoch ein Kredit in Höhe von 6000 Mark aufgenommen werden. Weitere Mittel wurden
der Rücklage entnommen.

Nach der Wiederwahl des ersten Vorsitzenden Fritz Klinke wurden auch Wilfried Finger als Spielwart, Paul Janßen als erster Jugendwart und Erwin Mattke als zweiter Jugendwart einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Da Alfred Sandmann nicht wieder kandidierte, wählten die Mitglieder Erich Nothnagel zum neuen Kassierer. Udo Lehmann wurde mit dem Amt des zweiten Spielwartes betraut.