PAZ – Juni 1975

Hämelerwalder sehr stark

Schachfreundschaftskampf gegen Peine klar gewonnen
Vor etwa vier Wochen hatten der Hämelerwalder und der Peiner Schachverein vereinbart, miteinander einen Freundschaftskampf unter Turnierbedingungen auszutragen, damit der Hämelerwalder Schachverein ermessen kann, wo sein Standort innerhalb des Niedersächsischen Schachverbandes sein könnte.
Bekanntlich gehört der Schachverein von Hämelerwald bis heute dem Schachring an.

Nachdem es zunächst so ausgesehen hatte, als könne der Peiner Schachverein mit einer recht starken ersten Mannschaft nach Hämelerwald reisen, ließen anderweitige Verpflichtungen so guter Kämpfer wie Goerig, Szemkus, Mende, Schwach und Bormann böse Überraschungen befürchten. Erfreulich war, daß der frühere Stadtmeister Bartels die Gelegenheit wahrnahm, wieder einmal für die Peiner Farben anzutreten.
Trotzdem mußte das zweite Brett der ersten Mannschaft unbesetzt bleiben, so daß bereits vor Spielbeginn Hämelerwald 1:0 in Führung lag.
Es sollte aber noch weitaus schlimmer kommen. Ohne Vater und Sohn Ahlbrecht wäre die erste Mannschaft sang- und klanglos geschlagen worden. Beiden gelang es, ihre gut spielenden Gegner zu distanzieren.
Lediglich Hentschel gelang es noch, durch ein leistungsgerechtes Remis in einem Marathonkampf gegen Meister Klinke aus Hämelerwald das Ergebnis etwas zu mildern und auf insgesamt 5,5:2,5 zu verkürzen. Wenn der Peiner Schachverein auch stark ersatzgeschwächt war, darf der Ausgang dieses Kamptes nicht nur als Schönheitsfehler gewertet werden. Vielleicht ist die jetzt hoffentlich einsetzende Schockwirkung gerade noch rechtzeitig dazu angetan, die Mahnungen des Spielleiters vor Beginn der kommenden Saison auf fruchtbaren Boden fallen zu lassen.
Die Leistung der Hämelerwalder Schachfreunde soll keineswegs diskreditiert werden, aber Erfolge sind auf Dauer nur bei persönlichem Einsatz zu erreichen, wobei die Fähigkeiten nachweislich vorhanden sind.
Ungleich erfolgreicher war die zweite Mannschaft. Obwohl auch hier ein Brett unbesetzt bleiben mußte, gelang den Peinern schließlich ein in dieser Höhe verdienter 6,5:1,5 Sieg.