Hämi-Kurier – November 2014

Eriebnisreiche Busreise nach Würzburg

Seit 1986 hat der Schachclub Hämelerwald insgesamt 29 Busfahrten durchgeführt, darunter 16 in die neuen Bundesländer. In diesem Jahr war die fränkische Stadt Würzburg Ziel der dreitägigen Busreise unter der Leitung des Ehrenvorsitzenden Karl Nispel.

Bei idealem Wetter, guten Straßenverhältnissen und einem abwechslungsreichen Programm blieben kaum Wünsche übrig. Ein besonderes Lob verdient Busfahrer Andreas Zornkau von der Busfirma Grund in Lehrte. Er brachte die 50 Reiseteilnehmer sicher von Ort zu Ort und sorgte für ausreichende Getränke während der Fahrt. Für das traditionelle Frühstück wahrend der ersten Pause in Göttingen hatte Kassenwart Jens Theuner gesorgt. Es gab lecker belegte Brötchen von der Bäckerei Balkenholl.
Am 1. Reisetag wurde die Gruppe aufgeteilt. Die eine Hälfte entschied sich für einen zweistündigen Rundgang „Streifzug durch die Altstadt“, der zu einer Vielzahl von Sehenswürdigkeiten führte. Neben der gotischen Marienkapelle mit den Sandsteinfiguren von Tilman Riemenschneider und dem Falkenhaus mit seiner prunkvollen Rokokofassade stand auch das historische Rathaus und der romanischen Kiliansdom auf dem Programm. Ein Blick von der Alten Mainbrücke auf Festung, Käppele und die umliegenden Weinberge rundeten den Streifzug ab. Ein Drei-Gänge-Menü im Restaurant – „Würtzburg“ des City Partner Hotels Strauss mit auserlesenen fränkischen Weinen bildete den Ausklang für die 1. Gruppe. Als ideale Einstimmung eines schönen Abends beim Frankenwein diente die einstündige Führung des Würzburger Nachtwächters im Gewand des 19. Jahrhunderts mit Hellebarde und Laterne durch die romantischen Gassen Würzburgs. In fränkischer Mundart erzählte er den Teilnehmern seines Rundganges spannende und heitere Geschichten aus der reichen Vergangenheit der Bischofsstadt.
Endstadion war das Weinlokal „Maulaffen“, wo die Gruppe bei Leberkäs‘ und fränkischem Wein einen stimmungsvollen Abend weit über Mitternacht hinaus verbrachte.

Am Vormittag des 2. Tages hatte Gerhard Glückert eine 1½-stündige Führung durch die prachtvolle Barock-Residenz, UNESCO-Kulturerbe, organisiert. Bei Kaffee und Kuchen konnte die Reisegruppe am Nachmittag die Schifffahrt auf dem Main von Würzburg bis Veitshöchheim genießen und anschließend den größten Rokokogarten Europas bewundern. Den Abschluss des Tages bildete eine dreistündige Führung durch den Staatlichen Hofkeller, der unter der Residenz liegt und noch heute für die Weinerzeugung und Weinlagerung genutzt wird. 30 Stufen musste die Reisegruppe hinabsteigen, um von der besonderen Atmosphäre des riesigen, alten Gewölbekellers beeindruckt zu werden. Hinter bis zu 6 Metern dicke Mauern ruhen und reifen allein im Holzfasslagerraum ca. 600.000 Liter Wein. Fast 900 Meter lang waren die Gänge, die die Gruppe durch die großen und kleinen Kellerräume zurücklegen musste, um anschließend im prachtvoll mit Kerzen illuminierten Weinkeller 6 ausgewählte Gutsweine bei einem zünftigen Brotzeitteller zu genießen. Nach der Rückkehr zum Hotel war bei ausgelassener Stimmung natürlich noch der traditionelle „Satteltrunk“ angesagt.

Am Vormittag des 3. Reisetages stand unter fachkundiger Leitung von Elisabeth Pfänder und Franz Ziegler der Rundgang um die Festung Marienburg, das weithin sichtbare Wahrzeichen der Stadt, auf dem Programm. Besonders beeindruckend waren die Marienkirche, eine der ältesten Rundkirchen Deutschlands, und der Fürstengarten, der einen der schönsten Ausblicke über die Stadt und das Maintal bot. Den Abschluss in Würzburg bildete das Mittagessen im Brauereigasthof „Alter Kranen“. Hausgemachte Käsespatzle, fränkischer Sauerbraten, Kranen-Schnitzel oder große gegrillte Schweinshaxe auf Malzbiersoße waren die Wunschgerichte der Teilnehmer, die als Dessert die Wahl hatten zwischen Apfelstrudel und gebackenen panierten Apfelringen mit Zimtzucker, Vanilleeis und Sahne.

Die Rückfahrt von 14 bis 20 Uhr mit angemessenen Pausen in der Raststätte Großenmoor“ (Rhönautobahn) und in Göttingen verlief reibungslos. Dabei hatte Busfahrer Andreas geschickt einen 50-minütigen Stau umfahren.

Im Namen des Schachclubs dankte Vorsitzender Toni Glückert allen, die zum Gelingen der erlebnisreichen Busreise beigetragen hatten. Sein besonderer Dank galt dem langjährigen Reiseleiter Karl Nispel, der während der Rückfahrt bereits das komplette Reiseprogramm 2015 in schriftlicher Form vorstellte. 2015 fährt der Schachclub nach Lübben (Spreewald). Bereits jetzt sind die organisatorischen Vorbereitungen zur 30. Busreise des Schachclubs abgeschlossen. Ziel der 3-tägigen Reise vom 18. – 20. September 2015 ist die Stadt Lübben im Spreewald. Mit den ersten Herbstgrüßen der Natur beginnen in Lübben die Vorbereilungen fur das alljährlich größte Ereignis, das Spreewaldfest. Traditionelles und spreewaldtypisches Handwerk, Floh- und Antiquitätenmarkt mit Tanz, Show, Schlager, Rock, Pop, volkstümlicher Musik und ein Feuerwerk erwarten Groß und Klein. Ein blumengeschmückter Kahnkorso bildet den Abschluss des dreitägigen Spreewaldfestes.
Bis zum Ende dieses Jahres haben zunächst alle Clubmitglieder Vorrang für eine Reiseteilnahme. Danach werden die Reiseteilnehmer der Würzburg-Fahrt in der Reihenfolge der Anmeldungen berücksichtigt.
Auskunft erteilt der Ehrenvorsitzende des Schachclubs, Karl Nispel.

SF Hannover – SC Hamelerwald 6,5 : 1,5

Gleich die 1. Partie der neuen Schachsaison 2014/2015 in der Bezirksliga endete für den SC Hämelerwald mit einer 1,5 : 6,5 Niederlage gegen die 3. Mannschaft der Schachfreunde Hannover. Da Hämelerwald auf vier Stammspieler verzichten musste und eine Partie sogar kampflos verloren ging, gab es keine Siegchance. Remis spielte Karl-Heinz Dins, Klaus-Peter Scheibe und Neuzugang Christian Garlisch. Die nächste Partie gegen SK Lehrte 2 stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest.

SV Laatzen 4 – SC Hämelerwald 2 5: 3

Auch die 2. Hämelerwalder Mannschaft blieb in der Kreisklasse Ost erfolglos. Sie musste sich mit 3:5 Brettpunkten gegen den SV Laatzen geschlagen geben. Für eine Überraschung sorgte die elfjährige Lara Kiesel aus Laatzen, die den ehemaligen Clubmeister Karl Nispel besiegte. Später stellte sich heraus, das Lara Kiesel bereits an der Deutschen Meisterschaft ihrer Altersklasse teilgenommen hatte. Für Hämelerwald gewannen Hansjürgen Künnemann, Dietmar Lange und Pascal Mertin.

SC Hämelerwald 2 – SG Döhren 3 3:5

Ersatzgeschwächt trat die 2. Hämelerwalder Mannschaft im 1. Heimspiel gegen die SC Döhren 2 an.
Lange Zeit sah es nach einem Unentschieden aus. Leider wurden die Hoffnungen nicht erfüllt. Im 2. Spiel der Kreisklasse Ost gab es die 2. Niederlage. Für Hämelerwald gewannen Jens Theuner und Michael Engler, remis spielten der Senior des Clubs, Friedrich Brennecke aus Oedesse und der Jugendspieler Jonas Engler, der gegen einen Gegner mit weit höherer Bewertungszahl ein Remis erkämpfte.

Klaus-Peter Scheibe siegte im Schnellschach

Mil 6:0 Punkten gewann Klaus-Peter Scheibe souverän das diesjährige Schnellschachturnier, bei dem die Bedenkzeit pro Spieler 10 Minuten betrug. Den 2. Platz belegte Spielwart Wifrid Finger mit 4:2 Punkten vor Marius Göcke, der ebenfalls 4:2 Punkten erreichte. Entscheidend für die Platzierung bei Punktgleichheit ist die Wertung nach Sonneborn-Berger. Auf den weiteren Plätzen folgten Christopher Mierowski (3:3 P.), Michael Engler, Jens Theuner (je 1,5 : 4,5 P.) und Udo Lehmann (1:5 P.).

Wichtige Termine vormerken

Freitag, 28. Nov. 14, 19.30 Uhr, Clubraum im BGL:
Spanferkelessen für alle aktiven Spieler und geladene Gäste

Freitag, 5. Dez. 14, 20 Uhr, Clubraum im BGZ:
Blitzmeisterschaft, auch Nichtmitglieder dürfen teilnehmen

Samstag, 20. Dez. 14, 15.30 Uhr Gemeinschaftsraum im BGZ:
Weihnachts-Preisskat teilnahmeberechtigt: alle Clubmitglieder und schriftlich geladene Gäste

Dieter Hübner (✝︎)

Der Schachclub Hämelerwald von 1947 trauert um seinen Schachfreund Dieter Hübner, der nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 57 Jahren verstorben ist. Trotz gesundheitlicher Probleme hat Dieter Hübner noch bis zu den Sommerferien an den Punktspielen der Bezirksliga und an den Übungsabenden des Clubs teilgenommen. Obwohl er wusste, dass seine Lebenserwartung nur noch wenige Monate dauern würde, hat er seine unheilbare Krankheit mit großer Tapferkeit und Würde ertragen.
Dieter Hübner gehörte in den letzten zehn Jahren zu den besten Schachspielern des Clubs. Als amtierender Clubmeister gewann er noch in diesem Jahr das Vorgabeturnier und wurde Sieger des Pokalturniers 2014.
Seit 2008 errang er viermal die Clubmeisterschaft und wurde wegen seiner überdurchschnittlichen Leistungen in allen Turnieren und bei den Punktspielen zum „Schachspieler des Jahres“ ernannt: 2005, 2007, 2011 und 2012.
Mit Hochachtung und Dankbarkeit werden wir uns stets an unseren Schachtreund Dieter Hübner erinnern.
Karl Nispel Ehrenvorsitzender