Seit 30 Jahren: Schachclub Hämelerwald
Fritz Klinke errang achte Meisterschaft
Sieger auch auf Kreisebene

Unter dem Motto „Eine Reise um die Welt“ feierte der Schachclub Hämelerwald im kleinen Saal der Gaststätte Fricke (Sievershausen) sein 30 jähriges Bestehen. Zu den zahlreichen Gästen zählten neben Vertretern der befreundeten Schachvereine auch der erste stellvertretende Bürgermeister der Stadt Lehrte, Werner Sander, sowie Ortsbürgermeister Lothar Klingspohn. Die Grüße des Schachkreises Peine-Burgdorf überbrachte der Kreisvorsitzende Karl Nispel.
Mit Stolz konnte der Vorsitzende Fritz Klinke in seiner Begrüßungsansprache auf ein erfolgreiches Jahr 1976 zurückblicken. Als Grundlage des Erfolges bezeichnete Klinke die Intensivierung des gesamten Schachgeschehens, insbesondere der Jugendarbeit. Zur Zeit hat der Schachclub über 100 Mitglieder aufzuweisen, darunter über 50 aktive Spieler.
Mit der silbernen Schachnadel für zehnjährige Aktivitat wurde Oberstleutnant Friedhelm Kreye ausgezeichnet. Die bronzene Schachnadel für zehnjährige Mitgliedschaft beziehungsweise fünfjährige Aktivität erhielten Gerhard Friedrichs, Gudrun Jurgeit, Wilhelm Cramm, Fritz Thies, Horst Brandes und Manfred La Fleur.
Folgende Leistungen der letzten Spielsaison verdienen besondere Anerkennung: Die erste Mannschaft errang vor Gretenberg I die Meisterschaft der Kreisliga und erkämpfte den Aufstieg in die Bezirksklase, wo sie zur Zeit durch Siege über Salzgitter-Bad I (4,5:3,5), Schöningen I (6,5:1,5), Salzgitter-Bad Il (6,5:1,5), Braunschweiger Schachfreunde III (5:3) und Wolfenbüttel (5,5:2,5) mit 18:12 Brettpunkten die Tabellenführung übernommen hat. Die zweite und dritte Mannschaft belegen in der Kreisklasse derzeit die Plätze drei und fünf.
Ohne Punktverlust errang Fritz Klinke die Kreiseinzelmeisterschaft des Schachkreises Peine-Burgdorf. Mit einem fünften Platz beim Hauptturnier der Niedersachsenmeisterschaft in Bad Lauterberg konnte Klinke einen weiteren Erfolg verbuchen. In einem Simultankampf in Peine besiegten Eduard Schindler und Fritz Klinke den amtierenden Niedersachsenmeister Dr. Reefschläger.
Das Endspiel im Turnier um den „Silbernen Turm“, an dem über 40 Spieler auf Kreisebene teilnahmen, erreichte Karl Nispel. Sieger wurde Michael Mattern (Hänigsen). Auch die Rückkehr zum Niedersächsischen Schachverband, wo Karl Nispel zum Kreisvorsitzenden und Fritz Klinke zum stellvertretenden Kreisvorsitzenden und Spielwart gewählt wurden, darf als ein besonderes Ereignis angesehen werden.
Auf Vereinsebene wurde ein Pokalturnier im K.-o.-System ausgetragen, an dem sich 32 Spieler beteiligten. Die Runde der letzten Vier erreichten Wilfried Finger, Hansjürgen Künnemann, Fritz Klinke und Karl-Heinz Meyer. Für das Endspiel qualifizierten sich Karl-Heinz Meyer durch einen Sieg über Fritz Klinke und Wilfried Finger durch einen Sieg über Hansjürgen Künnemann. Sieger des vom zweiten Vorsitzenden Gerhard Friedrichs gestifteten Wanderpokals wurde Karl-Heinz Meyer.
Im Rahmen der weiteren Ehrungen konnte Eduard Schindler als erfolgreichster Spieler in den Punktkämpfen aus der Hand des Vorsitzenden den „Hirsch des Jägerhauses“ (Stifter: Ehepaar Munzel) in Empfang nehmen. Schindler erreichte 21 Punkte. Die weiteren Plätze belegten Karl-Heinz Meyer (20), Wilfried Finger (20), Fritz Klinke (19), Heinrich Behrens (19) und Karl Nispel (18).
An der diesjährigen Clubmeisterschaft beteiligten sich insgesamt 38 Spieler. In vier Gruppen wurde um Titel und Medaillen gekämpft. Mit 13:1 Punkten wurde Fritz Klinke Sieger der Meisterklasse und errang damit seine achte Clubmeisterschaft seit Bestehen des Schachclubs. In der Remispartie gegen den erfolgversprechenden Jugendspieler Karl-Heinz Dins mußte er seinen einzigen Verlustpunkt abgeben.
Karl-Heinz Meyer (9:5), Eduard Schindler (8:6), Karl Heinz Dins (7:7), Wilfried Finger (7:7), Friedhelm Kreye (6:8), Heinrich Behrens (4:10) und Wilhelm Cramm (2:12) folgten auf den weiteren Plätzen.
Waldemar Gudwitz und Karl Nispel hatten gleich zu Beginn der Meisterschaft ihre Teilnahme zurückgezogen. Die ersten fünf Spieler der Meisterklasse sind vorberechtigt für das nächste Meisterturnier, ebenso wie der Sieger des Vormeisterturniers.
Nach einem Ehrentanz aller Sieger wurde das Parkett für alle übrigen Tanzpaare bis zu den frühen Morgenstunden freigegeben.
