Jetzt wieder im Verband
Jugendförderung kam zu kurz
Schachring aufgelöst
Nach sechs Jahren Trennung kehrte der Hämelerwalder Schachclub jetzt reumütig in die Arme des niedersächsischen Schachverbandes zurück. Der damals als eine Art Gegengewicht ins Leben gerufene Schachring (ihm gehören die Ortschaften Hämelerwald, Gretenberg, Vöhrum, Ahlten, Vechelde, Olsburg, Köthenwald und Dollbergen sowie Sievershausen an) hat sich demnach nicht bewährt. Bei der Halbjahresversammlung in Hämelerwald erläuterte Vorsitzender Fritz Klinke den Anwesenden das Ergebnis der Verhandlungen. Schon vor Jahren hatten die Hämelerwalder Schachspieler erkannt, daß der Ring wohl doch nicht die richtige Lösung war. So konnte die Jugendarbeit nicht so gefördert werden, wie es sich zumindest einige Mitglieder gewünscht hätten. Negativ bemerkbar machte sich auch die im großen und ganzen fehlende Konkurrenz, denn die Mannschaftskämpfe wurden immer nur untereinander ausgetragen. Kurz: Der Kontakt zu anderen Spielern fehlte. Viele Hämelerwalder wollten schon vor Jahren zurück. Doch die kleinen Vereine, deren Mitglieder oftmals das Schachspielen als Hobby betreiben, wehrten sich bislang. Erst nach Zugeständnissen ließen sie sich jetzt zu diesem Schritt bewegen.
Mit dem niedersächsischen Schachverband wurde vereinbart, daß die kleinen Vereine, die noch keine vollen Mannschaften zusammenbekommen, künftig unter Betreuung des Verbandes in einer Arbeitsgruppe spielen, während die anderen – wie beispielsweise Hämelerwald und Gretenberg – an Mannschaftskämpfen teilnehmen. Das heißt, daß sie auch wieder Wettkämpfe in Wolfsburg und Helmstedt austragen.
Die Rückkehr zum Verband macht sich auch finanziell bemerkbar. Zahlten die Mitglieder bisher fünf Mark jährlich an den Schachring, so müssen sie künftig 18 Mark im Jahr Beitrag zahlen.
Daß sich die kaum vorhandenen Verbindungen zu anderen Spielern nicht gerade positiv auswirken, bekamen jetzt einige Hämelerwalder zu spüren. Zur Zeit werden in Lehrte Stadtmeisterschaften ausgetragen, an denen sich auch die Ortschaften beteiligen. Für einige Spieler aus Hämelerwald war es zweifellos eine etwas bittere Pille, als sie nach etlichen Siegen jetzt auch Niederlagen einstecken mußten.
Der Schachring soll am 1. Oktober – Vorsitzender ist Alfred Sandmann – aufgelöst werden. Sandmann wurde bei der Versammlung als Kassenwart in den Vorstand des Schachclubs gewählt, weil Lutz Füllkrug dieses Amt wegen Überlastung zur Verfügung gestellt hatte.
Daß sich immer mehr für dieses „Spiel“ interessieren, wurde in Hämelerwald deutlich. Der Vorstand stellte den Anwesenden das 100. Mitglied (Karl Kleinsorge) vor.
