PAZ – Februar 1976

Erfolge der Schachspieler

Club ehrte Aktive
Im Mittelpunkt eines Vergnügens des Hämelerwalder Schachclubs stand die Ehrung der aktiven Spieler, die im vergangenen Jahr äußerst erfolgreich waren. An der Spitze stand Vorsitzender Fritz Klinke, der gleich drei große Erfolge auf seinem Konto verbuchen konnte. Klinke hatte zuvor die zahlreichen Gäste begrüßt. In seiner Ansprache kam die ortsansässige Gastronomie nicht ganz gut weg, denn sie sei der Grund, daß die Hämelerwalder Schachfreunde erstmalig zu ihrem Vergnügen „auswandern“ müßten. Die Veranstaltung fand im Saal des Gasthauses Fricke in Sievershausen statt und war ein großer Erfolg.
Vorsitzender Fritz Klinke ging in seiner Begrüßungsansprache auf den geschichtlichen Vergleich der beiden Nachbarortschaften ein, die ja schon immer „Rivalen“ gewesen seien. Klinke bezeichnete Hämelerwald (111 Jahre) dabei als ursprüngiche Siedlung im „Wilden Westen“, während der inzwischen 800jährige Ort Sievershausen „historisch gewachsen“ sei.

Die Ehrung der Aktiven war für die etwa 120 Anwesenden der Höhepunkt des Abends. So nahmen Waldemar Gudwitz und Erwin Mattke die Silber-Ehrennadel für langjährige Zugehörigkeit und Mitarbeit im Club in Empfang. Diese Nadel wird nur an Mitglieder ausgegeben, die mindestens zehn Jahre aktiv im Vorstand oder in der Mannschaft mitwirken beziehungsweise an passive Vereinsangehörige, die seit 25 Jahren dabei sind.
Klubmeister 1975 wurde – wie nicht anders erwartet – Vorsitzender Fritz Klinke vor Karl-Heinz Meyer und Eduard Schindler. Sieger der A-Klasse wurde Waldemar Krüger vor Wilhelm Cramm und Alfred Sandmann. In der B-Klasse holte sich Alfons Menzel vor Ernst Nagel und Gudrun Jurgeit einen ersten Platz.
Den Titel des Blitzmeisters sicherte sich Fritz Klinke, während Karl-Heinz Meyer und Waldemar Gudwitz auf den zweiten und dritten Platz kamen. Auch der Pokal für den erfolgreichsten Mannschaftsspieler ging wieder an den Vorsitzenden Klinke, dem Josef Tombers und Erwin Mattke folgten.

Für die gute Stimmung sorgte die Kapelle „Die Ingos“, so daß alle Schachfreunde auf ihre Kosten kamen.

Tabellenführung eingebüßt

Unerwartete Niederlage
Nachdem ale Tabellenführung gerade gefestigt worden war, hat der Hämelerwalder Schachclub seine Spitzenposition in der Kreismeisterklasse mit einer unerwarteten 3:5-Niederlage gegen Schöppenstedt wieder verloren. Zwischen den vier Hauptanwärtern um diesen Titel – dazu gehören außer Hämelerwald auch Gifhorn, Peine Il und Gretenberg – ist somit noch alles offen Die Hämelerwalder mußten durch das Fehlen von Karl Nispel einen Punkt kampflos abgeben. Dadurch waren die Spieler offensichtlich sehr nervös, so daß lediglich Eduard Schindler und Heinrich Behrens siegten, während Wilfried Finger und Waldemar Gudwitz mit einem
Remis das Ergebnis positiv beeinflußten.