PAZ – März 1972

Der Schachklub sucht die Jugend

Keine Veränderungen im Vorstand
Reise nach Cuxhaven beschlossen

Zu den herausragendsten Ereignissen im Vereinsleben des letzten Jahres zählten zweifellos die 25-Jahr-Feier und ein großer Jubiläumsball. Das war das Fazit, das Vorsitzender Heinrich Behrens anläßlich der Jahreshauptversammlung des Schachklubs im Jägerhaus zog. Über eine eventuelle Rückkehr zum Niedersächsischen Schachverband wurde vorerst kein Beschluß gefaßt. Der Vorstand will zunächst die Beratungen des Schachringes am 31. März abwarten. Bis zu diesem Zeitpunkt sollen auch die noch ausstehenden Punktspiele der ersten Mannschaft gegen Olsburg und Gretenberg nachgeholt werden.

Das Protokoll der letzten Jahreshauptversammlung, das von Schriftführer Alfred Sandmann verlesen wurde, fand die Zustimmung der zahlreich erschienenen Mitglieder. Um eine zunehmende „Vergreisung“ des Schachklubs zu verhindern, forderte Vorsitzender Behrens in seinem Jahresbericht Intensivierung der Jugendarbeit. Gegenwärtig gehören dem Schachklub 18 aktive und 31 passive Mitglieder an. Neben drei Austritten war im letzten Jahr eine Neuaufnahme zu verzeichnen.

In Vertretung des verhinderten Spielwartes Wilfried Finger gab der zweite Vorsitzende Karl Nispel den Spielbericht ab. Er dankte allen Spielern, die sich durch eine regelmäßige Teilnahme an den Meisterschaftsspielen auszeichneten. Zur weiteren Steigerung der Spielstärke schlug Nispel Pokalturniere und Freundschaftsspiele vor. Insbesondere müsse die Zeit bis zu den nächsten Punktspielen überbrückt werden. Auf Vereinsebene läuft zur Zeit ein Kandidatenturnier mit verkürzter Bedenkzeit. Gespielt wird um einen wertvollen Zinnpokal, der vom Ehrenmitglied Erich Gernhofer gestiftet wunde.

Erfreulich war der Kassenbericht von Lutz Füllkrug. Einnahmen in Höhe von 1592,56 Mark standen Ausgaben in Höhe von 1257,52 Mark gegenüber, so daß das Spieljahr 1971 mit einem Überschuß von 335,04 Mark abschloß. Im Namen der Kassenprüfer dankte Dieter Hanke dem Kassierer für die vorbildliche und gewissenhafte Kassenführung. Dem gesamten Vorstand wurde anschließend Entlastung erteilt.
Laut veränderter Satzung mußten in diesem Jahr der zweite Vorsitzende und der Schriftführer gewählt werden. Einstimmig wurden Karl Nispel und Alfred Sandmann in ihren Ämtern bestätigt, so daß es keine Veränderungen im Vorstand gab. Die Wahl eines Jugendwartes wurde bis zum nächsten lahr vertagt. Dennoch wollen sich Fritz Klinke und Karl Nispel schon jetzt gemeinsam bemühen, die Jugendarbeit zu intensivieren. Ähnlich wie in der Eichendorffschule Peine soll auch in Hämelerwald eine freiwillige Arbeitsgemeinschaft für Schach eingeführt werden.

Neben Gemeindedirektor Wilhelm Ludwig wurde Fritz Klinke zum zweiten Kassenprüfer gewählt. Der bisherige erste Kassenprüfer mußte nach zweijähriger Tätigkeit satzungsgemäß ausscheiden.

Für die Verleihung der Klubmadeln wurde folgender Modus beschlossen: Die einfache Klubnadel erhält jeder, der fünf Jahre aktiv spielt oder dem Schachklub zehn Jahre als passives Mitglied angehört. Die silberne Nadel wird nur für besondere Verdienste verliehen, die sich über einen Zeitraum von 15 Jahren erstrecken müssen.
Mit der Festlegung der diesjährigen Veranstaltungen endete die Jahreshauptversammlung. Mit großer Mehrheit wurde eine Wochenendreise nach Cuxhaven/Helgoland beschlossen, die noch vor Beginn der Sommerferien unterommen werden soll.

Schachspieler erlitten Niederlage

Während die 1. Hämelerwalder Mannschaft die Tabellenführung in der höchsten Klasse des Schachringes übernahm, mußte die ersatzgeschwächte 2. Mannschaft eine erneute Niederlage hinnehmen. Mit 5:1
Punkten ging die Partie gegen Gretenberg III verloren. Lediglich Josef Bebra und Lutz Füllkrug spielten remis.

Nach Abschluß der Meisterschaft ergibt sich folgendes Tabellenbild:
1. Ahlten I (7 Punkte),
2. Wahrendorff I (6 Punkte),
3. Hänigsen II (4 Punkte),
4. Gretenberg III (2,5 Punkte),
5. Hämelerwald II (2 Punkte),
6. Gretenberg IV (2 Punkte),
7. Wahrendort II (1 Punkt),
8. Dollbergen I (0,5 Punkte).

Die noch ausstehenden Spiele Dollbergen I gegen Hänigsen II und Dollbergen I gegen Gretenberg Ill haben kaum noch Einfuß auf eine Verschiebung des Tabellenstandes.